Wildlands Restoration Volunteers

Tarifvertrag vodafone ig metall

Meine Umfrage ergab, dass nach dem Eintritt chinesischer Investoren die Mitbestimmungskultur auf Fabrik- und Unternehmensebene sowie die Tarifverträge im Wesentlichen unverändert bleiben oder sich in einigen Fällen sogar verbessern. Die Angst vor einem weitverbreiteten Verlust von Arbeitsplätzen kommt nicht zustande, und obwohl Das Know-how tatsächlich nach China transferiert wird, erweitern gleichzeitig die Forschungs- und Entwicklungskapazitäten der Unternehmen, in die die Chinesen investiert haben. Chinesische Investoren akzeptieren im Allgemeinen längere Dürreperioden. Sie verlangen keine sofortigen Personalanpassungen nach Umsatzeinbußen. Für Betriebsräte, aber auch für die deutsche Geschäftsführung ist eine solche Erfahrung eher ungewöhnlich. Auch bestehende Tarifverträge bleiben zunächst unangetastet, zum Teil trotz jahrelanger Verluste. Einige Arbeitnehmervertreter wiesen darauf hin, dass die Geduld chinesischer Investoren untypisch sei. Wenn eine Umstrukturierung des Unternehmens endlich unumgänglich ist, werden notwendige Anpassungen im Konsens mit den Arbeitnehmervertretern entwickelt. Es gibt auch Berichte über Widersprüche zwischen dem Management, das schnelle Lösungen und harte Einschnitte bevorzugt, und den chinesischen Investoren.

In mindestens einem Fall wurden Restrukturierungspläne von den Investoren verworfen. Aus Sicht der Investoren aus China scheinen die Arbeitsbeziehungen in Deutschland zwar ziemlich undurchsichtig, aber sie scheinen Mitbestimmung und Tarifverträge als Teil der institutionellen Gestaltung ihrer Investitionen zu erfassen. Es gibt auch Anzeichen dafür, dass einige Investoren Mitbestimmung und Arbeitnehmerbeteiligung als Eine Zusicherung der Qualitätsproduktion betrachten. Für sie scheint der Betriebsrat die Facharbeiter und die von ihnen vergütete Arbeit zu vertreten – mit anderen Worten, genau jene immateriellen “Vermögenswerte”, die ihre Entscheidung, überhaupt in Deutschland zu investieren, veranlasst haben. IndustriAll Europe begrüßt den am 6. Februar zwischen der IG Metall und Südwestmetall unterzeichneten Tarifvertrag. Das Abkommen steht an der Spitze der Tarifverhandlungen und ist ein positives Beispiel für die Sozialpartner nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Im Übernahmeprozess des deutschen Robotikherstellers Kuka durch das chinesische Privatunternehmen Midea haben sich Betriebsrat und Gewerkschaft mit konkreten Zusagen und Garantien für Standorte, den vorübergehenden Ausschluss von Entlassungen und weitere Investitionen in Deutschland abgetan. Darüber hinaus stimmte der chinesische Investor einem verbindlichen Zeitrahmen zu, um sicherzustellen, dass die Verpflichtungen bis 2023 eingehalten werden. Ähnliche verbindliche Arbeitsschutzabkommen wurden in anderen in China investierten Unternehmen unterzeichnet. Bisher gibt es keine dokumentierten Fälle von Interventionen chinesischer Investoren gegen Tarifverhandlungen.

Im Gegenteil: Als die deutsche Geschäftsführung eines Maschinenbauunternehmens den Arbeitgeberverband 2011 verließ und an den Tarifvertrag erinnerte, streikten die Arbeitnehmer dagegen. Bei dieser Gelegenheit intervenierte die Muttergesellschaft aus Peking und drängte auf eine Rückkehr zum Tarifvertrag. Arbeitszeit• Ab 2019 ein Recht für alle Vollzeitbeschäftigten mit mehr als 2 Jahren Betriebszugehörigkeit, ihre Wochenarbeitszeit für 6 bis 24 Monate auf 28 Stunden zu reduzieren. Nach Ablauf dieses Zeitraums haben die Arbeitskräfte das Recht, den Vorgang zu wiederholen. • Die vorübergehend reduzierte (28 Stunden) Wochenarbeitszeit wird auf 10 % der Erwerbsbevölkerung begrenzt. Beantragen mehr als 10 % der Arbeitnehmer eine Verkürzung der Arbeitszeit, Vorrang haben dann diejenigen, die Schichtarbeit, Pflege von Angehörigen oder kleinkinderfürsorge (bis 8 Jahre) leisten.• Die Arbeitgeber haben auch die Möglichkeit, Arbeitnehmer mit 40-Stunden-Verträgen zu beschäftigen (derzeit auf 18 %/13 % aller Verträge je nach Tarifregion festgelegt), aber die Betriebsräte werden mehr und stärkere Widerspruchsrechte haben, wenn die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von durchschnittlich 35,9 Wochenstunden über alle Arbeitnehmer hinausgeht.